aktuelle informationen
05.04.2020 20:46

(Kultur)Arbeit – mal anders. Heute: Außer Haus-Arbeit

Vor einiger Zeit saßen wir nach einer Show  gemütlich mit unseren Künstlern und dem Team zusammen. Bei einem zufälligen Blick auf einen abgestellten Laptop kam uns gleich wieder diese ungewöhnliche Geschichte ins Gedächtnis....

 Yes we can !

 Vor einiger Zeit hatten wir eine Kabarettistin zu Gast. Da sie am Vorabend eine Veranstaltung in der Region hatte, bezog sie ihr Hotelzimmer in Garbsen. So weit, so gut!  Aber schon bei ihrer Ankunft im bauhof am späten Nachmittag des folgenden Tages, machte sie einen bedrückten Eindruck. Eines ihrer Kinder war krank; Grippe mit hohem Fieber. Halbstündlich telefonierte sie mit ihrem Mann, aber alle Hausmittel zum Fiebersenken versagten, so dass sogar der Notarzt gerufen werden mußte. Unsere Künstlerin wurde immer unruhiger, was schließlich darin gipfelte, daß sie den Wunsch äußerte, auf jeden Fall am Abend noch nach Hause fahren zu wollen. Das an sich war kein Problem, denn den letzten Zug gen Ruhrgebiet konnte sie auf jeden Fall erreichen.

Ein großes Problem gab es aber doch: der Koffer stand ungepackt in Garbsen im Hotel. Was also tun? Einer unserer „Vorstandsmänner“ erklärte sich bereit, die Sachen aus dem Hotel zu holen. Mit einer Vollmacht ausgestattet, fuhr er gleich nach Veranstaltungsbeginn los. Das kleinste Problem war noch, daß das Navigationsgerät  nicht die richtige Adresse finden konnte. Viel schwieriger wurde es dann, alles im Hotelzimmer zu finden und in den Koffer zu packen. Für einen Mann eine  scheinbar unlösbare Aufgabe? Nicht so für unsere „bauhof-Männer“! Schließlich sind sie kreativ und so wurde das Zimmer systematisch nach allem durchsucht, was der Künstlerin gehören könnte. Sogar an den – für Männer - unmöglichsten Stellen wurde nachgesehen.

Wo Frauen eben so ihre Sachen hinlegen!! Das T-Shirt hing gewaschen auf der Heizung, der Terminkalender – ganz wichtig und unverzichtbar – lag in einer Schublade, der Laptop versteckte sich im Bett unter der Bettdecke, alles andere war mehr oder minder gleichmäßig im Zimmer „verteilt“. Hier war tatsächlich kreatives Handeln gefragt, und es hat sich gelohnt, denn „unser Mann“ konnte alles finden und einpacken. Wie sagte er so schön: „Ich hätte mir niemals vorstellen können, wo man überall etwa hinlegen kann !“

Kurz vor Ende der Vorstellung war er zurück und nach den Zugaben fuhr er unsere Künstlerin sofort zum Bahnhof. Ende gut, alles gut!!


 
© 2000 - 20011 by Kulturzentrum bauhof Hemmingen