programm januar 2009

Freitag, 16.01.2009, 20.00 Uhr
Friedhelm Kändler
 „FRIEDHELM KÄNDLER lebend“
Eintritt: 15,- € / Ermäßigt 12,- €

Kändlers Worttheater ist eine Mischung aus Soloperformance und Lesung mit den schönsten und erfolgreichsten Texten des absurden Dichters aus Hannover, vorgetragen mit Charme, Kraft und märchenhafter Stimme.
Die Poeme, Monologe und absurden Sprachspiele des Autors Friedhelm Kändler aus seinem eigenen Mund zu hören, ist ein seltener Genuss. Der eher scheue Autor – außer wenn er rausgeht – besitzt einen Schreibtischsessel mit nach hinten rückklappender Lehne, die es ihm immer wieder erschwert, aus seiner gemütlichen Schreiblage aufzustehen.
Nun aber im höheren Alter, darum vermindert erlebnisfähig, bietet Friedhelm Kändler eine frisierte Lesung an, mit richtiger Bewegung beim Reden, zumeist auswendig, gespickt mit amüsanten Seitenbemerkungen, ein intelligent-unterhaltsamer Abend mit gesammelten Klassikern seiner Dicht- und Erzählkunst.



Freitag, 23.01.2009, 20.00 Uhr
Hajo Hoffmann & Viomando
 Ethno-Jazz-Quartett
Eintritt: 15,- € / Ermäßigt 12,- €


Das Viomando-Projekt des hannoverschen Jazzgeigers & Mandolinisten Hajo Hoffmann ist ein kammermusikalisches Weltmusik-Quartett, das die Postmoderne des Ethno-Jazz in ein spannendes und ständig neu formierendes Klangbild transportiert. Viomando existiert in wechselnden Besetzungen schon seit 1984 und war als innovative Folk-Jazz-Band in Deutschland schnell bekannt geworden. Verschiedene Musikstile, die Hajo Hoffmann aufgrund seiner musikalischen Reisen (Europa/Brasilien/Afrika) in seinen Kompositionen zum Ausdruck bringt, reflektieren das Bedürfnis nach Verständigung und Austausch unserer Kulturen im Zeitalter der Völkerbewegungen des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
Joanna Suchon: Violine * Maik Schwanke: siebensaitige Konzertgitarre * Achim Seifert: E-Bass * Hajo Hoffmann: 4-saitige Ovation-Mandoline



Donnerstag, 29.01.2009, 19.00 Uhr
„Franz Kafka – Literarische Spaziergänge
durch die Goldene Stadt“
Kulinarischer Diavortrag mit Ulrike Lehmann
Kostenbeitrag: 19,- €


vorherige Anmeldung bei der Leine-Volkshochschule erforderlich
Franz Kafka gehört zweifellos zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist er der einzige Schriftsteller, der mit seinem Namen die deutsche Sprache um ein ausdrucksstarkes Adjektiv bereichert hat: Als „kafkaesk“ bezeichnen wir etwas, was auf rätselhafte Weise unheimlich und bedrohlich ist. Auch Kafkas literarische Beschreibungen seiner Heimatstadt haben oft etwas Unheimliches. Er bezeichnet Prag als „Mütterchen mit Krallen“, das einen festhält, und von der man nicht wieder loskommt. Tatsächlich hat Franz Kafka Prag nur selten verlassen. Als „notorischer Herumtreiber“ wie er sich selbst bezeichnete, war er mit der Stadt bestens vertraut. Folgt man seinen Spuren durch die „Goldene Stadt“, so lernt man nicht nur Kafkas Lieblingsorte in Prag kennen, sondern auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Moldaumetropole, mit deren Geschichte Kafka bestens vertraut war.
Neben ausgesuchten Zitaten ermöglichen Briefauszüge interessante Einblicke in das Seelenleben des jüdischen Dichters, dessen Werke unter den Nationalsozialisten und Kommunisten totgeschwiegen und erst nach der „Samtenen Revolution“ in seiner Heimatstadt wieder entdeckt wurden.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend über das Leben von Franz Kafka und die „Goldene Stadt“ mit historischen Bilddokumenten, aktuellen Fotografien, interessanten Texten und kulinarischen Überraschungen aus der böhmischen Küche.Der Vortrag dient auch als Einstimmung auf eine Reise nach Prag im Herbst 2009.



Samstag, 31.01.2009, 20.00 Uhr
„So wie keine andere – Simone de Beauvoir“
 Lesung von und mit Dr. Ingeborg Gleichauf
Eintritt: 9,- € / Ermäßigt 7,- €

Für die meisten ist Simone de Beauvoir in erster Linie die Partnerin des Philosophen Jean-Paul Sartre gewesen. Ihre Bedeutung als eigenständige und eigenwillige Denkerin und Autorin wird dabei oft übersehen. Zum 100. Geburtstag macht sich Ingeborg Gleichauf an eine Neuentdeckung der großen Philosophin des 20. Jahrhunderts. Dabei setzt Ingeborg Gleichauf die Schlaglichter so, dass die Facetten Beauvoirs sichtbar werden, die besonders Jugendliche faszinieren: Sensibel und vehement rebellierte sie gegen ihr bürgerliches Elternhaus und fand ihren eigenen Weg.

 
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